Inselbrauerei Rügen

Die Inselbrauerei ist mir recht früh in diversen Supermärkten und Getränkehändlern aufgefallen. Wegen den in Papier gewickelten Flaschen und der allgemeinen Optik war ich neugierig. Erst wollte ich „diese“ Brauerei nicht unterstützen, ich fand die in Papier gewickelten Flaschen einfach blöd. Mir geht es eh auf den Sender, wenn jede Brauerei eigene Pfandflaschen kreiert und so die Grundidee vom Pfandsystem aushebelt. Und nun ist da eine Brauerei, die ihr Bier in Papier packt. Na gut, ein Blick auf die Homepage hat mich milde gestimmt. Die Inselbrauerei konzentriert sich auf den Verkauf von Einzelflaschen. Also keine Massenware. Die eingewickelte Flasche ist eher beiläufig ein Hingucker. Das Papier hat die Aufgabe das Bier vor Licht zu schützen. Die Lichteinstrahlung beeinflusst die Aromen und die Strategen aus Rügen möchten so den Geschmack länger in der Flasche lassen. Nach Rückgabe der Flaschen wird das Papier von der Flaschen entfernt und dem Wertstoffkreislauf wieder zugefügt.

Die Brauerei gibt es erst seit dem Jahr 2015 und konnte sich innerhalb kurzer Zeit bei internationalen Wettbewerben behaupten. Mit dem Einsatz hochwertiger Zutaten, weniger bekannten Hopfensorten, ausgewählten Malzen und den Mut historische Rezepturen auszuprobieren, hat die Brauerei bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die besondere Qualität zeichnet sich durch die Naturbelassenheit der Biere aus. Die offene Gärung mit obergärigen, von Hand geernteter Hefen und der komplette Verzicht auf Filter oder Filterhilfsmittel machen das Craft Beer der Insel-Brauerei zu etwas ganz besonderem. Dazu kommt die Flaschenreifung. In speziellen Reifekammern werden die Biere bei über 25°C zwei Wochen gelagert und entwickeln dabei ihr ganz besonderes Aroma.

Auf Facebook habe ich gelesen, dass die Inselbrauerei Rügen direkt vier alkoholfreie Biere kreiert hat: Skippers Spezial, Snorkelers Sea Salt IPA, Surfers Summer Ale und das Swimmers Season. Ich wollte nicht warten, bis ich diese Biere im örtlichen Handel finde und bestellte diese online. Was habe ich mich gefreut. In einer Kiste bekam ich von jedem Bier drei Flaschen und eines vorweg: Das sind einzigartige Biere. Eine tolle Aufmachung. Das Papier ist bei den alkoholfreien Bieren deutlich heller und die Geschmäcker sind für mich besonders. Das hätte ich nicht erwartet, da vermisse ich kein alkoholhaltiges Bier. Das bisher einzigartige Brauverfahren lässt das Bier nicht nur wie ein Bier aussehen, wie ein Bier sich anfühlen, es schmeckt auch wie ein Bier. Das Brauverfahren selbst ist auf der Homepage der Brauerei gut erklärt.

Ich könnte mich nun über die einzelnen Geschmäcker auslassen, aber zum Glück sind diese unterschiedlich. Sonst wüsste ich nicht, warum Krombacher so einen Erfolg hat. Bis auf das Swimmers Season haben mir die alkoholfreien Biere sehr gut geschmeckt. Beim Swimmers Season hat mir die herbe Note gefehlt.

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