Stralsund – Eine Stadt um Bier zu entdecken

Seit Mai 2020 bin ich Vorsitzender des Personalrats in der Dienststelle meines Arbeitgebers mit einer halben Freistellung. Nach 28 Jahren Berufstätigkeit eine große Veränderung für mich und ich besuche die eine oder andere Fortbildung. So durfte ich Mitte Oktober nach Stralsund. Meine Gewerkschaft hat dort ein Seminar zum Thema Schwerbehindertenrecht angeboten und ich bin gerne gefahren. Aufgrund der Entfernung durfte ich mich bereits am Sonntag auf dem Weg machen.

Solche Veranstaltungen leben von den Kolleg*innen (diese Form habe ich in Stralsund gelernt), die man vor Ort trifft und ich habe großes Glück gehabt. Wir waren nur sieben Menschen, aber selten habe ich eine so geile Truppe erlebt. Untergekommen sind wir einer alten NVA-Kaserne.

Aber jetzt zum Bier. Darum geht es ja eigentlich im Blog. Stralsund habe ich gerne angenommen, denn hopfentechnisch gesehen konnte ich mich nur freuen. Aus Stralsund kommt das Störtebeker-Bier, daneben auf Rügen ist die Inselbrauerei und aus Mecklenburg-Vorpommern kommt die Lübzer Brauerei. Über die Strategen aus Lübz werde ich mich demnächst auslassen.

Den ersten abendlichen Ausgang haben wir geschichtlich gestaltet und wir suchten die Kneipe „Zur Fähre“ auf. Eine der ältesten Hafenkneipen Europa und so auch die älteste Kneipe in Stralsund. Die Kneipe besteht aus zwei Räumen, einer davon ist ein Raucherraum, aber das ist eigentlich auch egal. Der Zigarettenqualm waberte in der ganzen Kneipe. Neben der Bedienung mit dem süßen niederländischen Akzent hat mir die Bierauswahl gut gefallen, denn in der Fähre habe ich alle drei alkoholfreien Biere von Störtebeker erhalten. Was aber neben der Patina legendär ist, sind die Klosprüche. Beispiel gefällig? „Am Ende wird alles gut, bloß kommt davor nur ziemlich viel Scheiße.“

An einem anderen Tag war ich nach dem Seminar mit dem Bus zur Biermanufaktur Störtebeker gefahren. Ich weiß nicht, was ich genau erwartet hatte, aber ich fand es sachlich kühl. Der Verkaufsraum war aufgeräumt und man hat einen schönen Überblick über die Produktauswahl gewinnen können. Ich konnte mein heimisches Bierglassortiment auffrischen. Neben dem wunderbaren Bier hat Störtebeker auch fantastisch schöne Gläser. Im anliegenden Gasthaus bekam ich einen perfekten Burger zu einem Atlantik Ale. Aber die dortigen Mitarbeiter im Service halfen mir, dass man den Besuch schnell vergessen konnte. Schade.

Mein persönliches Highlight war aber der Donnerstag. Als geschlossene Gruppe wagten wir uns nach Rügen zur Inselbrauerei. Die Inselbrauerei gibt es erst seit 2015 und deren Biere werden in Flaschen gereift. Ein Lagerverkauf wird angeboten und für 6.- Euro kann man vier Biere testen. Davon haben wir ausgiebig Gebrauch gemacht und zu meiner Freude wurden dort die vier alkoholfreien Biere ausgeschenkt. Eine schöne Erfahrung. Wunderbare Biere in einem hellen Verkaufsraum. Das macht Spaß, so kann man unaufgeregt Bier erleben.

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