Auf hopfigen Pfaden in Baden-Württemberg unterwegs

Bis zum 22. Dezember 2019 gab es in meiner direkten Nachbarschaft in Wuppertal das Nudeltöpfchen. Ich kann mich wohl nicht nur als Stammgast bezeichnen, ich gehörte schon zum Inventar. Neben den kreativen Gerichten war auch das Bier besonders. Chef und Chefin, Kurt und Beate, wollten nicht das Standardbier, dass es bei uns üblicherweise gibt. In der Regel Bier aus dem Sauerland, der Eifel oder dem westlichen Ruhrpott. Im Töpfchen gab es drei Biere aus dem Fass: vom Albquell-Bräuhaus der Urtrunk (Kellerbier Pilsener Brauart) und das Edelbier (Lagerbier) sowie von der Brauerei Blank aus Zwiefaltendorf das Dunkel Spezial (dunkles Pilsener). Im Jahr 2016 wurde das Blanks gegen des Schwarzbier No. 1 der Schussenrieder Brauerei. Das Weissbier kam ebenfalls vom Albquell-Bräuhaus aus Trochtelfingen. Wer es geografisch verorten möchte, Trochtelfingen liegt im Landkreis Reutlingen auf der schwäbischen Alb.

Nudeltöpfchen

Das Bier kam nicht zum Nudeltöpfchen, das Nudeltöpfchen musste zum Bier. Kurt ist drei- bis viermal pro Jahr nach Trochtelfingen gefahren und hat dort vor Ort das Fassbier eingekauft. Leere Fässer hin, volle Fässer zurück. Ich hatte das große Vergnügen, das eine oder andere Mal Kurt begleiten zu dürfen. Vor Ort betrieben wir „Marktsondierung“ und besuchten die ortsansässigen Brauereien. Gerne sind wir nach Zwiefalten zur Zwiefalter Klosterbrauerei und nach Ehingen zur Brauerei Berg gefahren. Ich bin ein großer Freund der örtlichen Brauereien geworden.

Nach meinen Herzoperationen und der daraus resultierenden Entscheidung, keinen Alkohol mehr zu konsumieren, bin ich nicht mehr nach Trochtelfingen gefahren. So wusste ich auch nicht, was für alkoholfreie Biere aus Zwiefalten, aus Ehingen und aus Schussenried kommen. 

Trochtelfingen

Vor einigen Tagen stieß ich auf Fotos von den Bierfahrten nach Trochtelfingen. Ich war neugierig, was sich dort vor Ort getan hat. In Trochtelfingen bei Albquelll gibt es kein alkoholfreies Bier und ich glaube auch, das werde ich nicht mehr erleben. Hingegen die Zwiefalter Brauerei, die Brauerei Berg und die Schussenrieder Brauerei haben diverse alkoholfreie Biere in ihrem Sortiment (Weissbier, Helles und Radler).

Schussenrieder

Das Schussenrieder Bier von der Familienbrauerei Ott habe ich leider nicht bestellen können. Die Brauerei selbst hat keinen Online-Shop, aber mir angeboten jeweils ganze Kästen zuzusenden. Davon habe ich dann doch Abstand genommen. Aber ich habe von der netten Mitarbeiterin tolle touristische Hinweise bekommen.

Brauerei Berg

Die Biere der anderen beiden Brauereien bekam ich über den Biershop Baden-Württemberg bestellt. Und ich freute mich sehr auf die Lieferung, denn ich bin immer wieder gerne in die Brauereigasthöfe eingekehrt. Der Gasthof der Brauerei Berg hat es mir besonders angetan. Eine schöne Mischung aus Tradition und Moderne. Die Speisen- und Getränkekarte sieht toll aus, die einzelnen Biere sind gut beschrieben und die Speisen sind kreativ. Und das Brot der Brauerei Berg ist ein Traum.

Zwiefalter Klosterbräu

Die Zwiefalter Klosterbrauerei bietet einen eher klassisch traditionellen Gasthof an, aber dennoch ist die Zeit dort nicht stehengeblieben. Die Speisekarte geht mit der Zeit und ich kann mich erinnern, dass die Bierflaschen neue Etiketten erhalten haben.

Die Biere der beiden Brauereien sind durch die Bank gut. Angetan haben es mir die beiden alkoholfreien Weissbiere. Das Zwiefalter erinnert sehr an den klassischen Weissbiergeschmack, Beim Berg ist noch die Restsüße präsent, aber ich schmecke  Vanille heraus. 

Das war eine tolle Lieferung und ich werde mich jetzt mehr mit der Biervielfalt in Baden-Württemberg befassen.

Auf hopfigen Pfaden in Baden-Württemberg unterwegs

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