Luzie und der Schrecken des tschechischen Biers

Luzie Krause, das war meine erste große Liebe. Die Hauptprotagonistin der Kinderfernsehserie „Luzie, der Schrecken der Straße“. Eine tschechische Serie über ein kleines Mädchen, die als Mutprobe Knetmasse klaut und aus denen Friedrich und Friedrich entstehen. Zwei Knetfiguren, die treuen Begleiter von Luzie. Solche Freunde hätte ich auch gerne. Also vor 40 Jahren. 40 Jahre? Das hört sich schon viel an.

So war die CSSR (Tschechoslowakische Sozialistische Republik), wie es in den 1980er Jahre noch hieß, schon früh für mich positiv besetzt. Die politische Wende in Osteuropa fand ich interessant und auch die Rolle der Tschechoslowakei. In Deutschland feierten wir die Wiedervereinigung und die Tschechoslowakei trennte sich in die Staaten Tschechische Republik und Slowakische Republik. Zu der Zeit fing ich an mich für Bier zu interessieren und ich lernte, wo das Pilsener Bier seine Herkunft hat. Luzie und Pils. Was für eine tolle Kombination.

2007 bin ich mit meinen Eisenbahnjungs nach Prag gereist. Ich denke gerne  zurück, obwohl man versucht hat uns in einem Lokal abzuzocken. Mir hat besonders gefallen, dass die Biere in Tschechien einen geringeren Alkoholgehalt haben. Etwa 4,0 bis 4,2 %. Budweiser und Pilsener Urquell pimpen für den deutschen Markt den Alkoholgehalt hoch. Nur Kozel macht das nicht. Mir kann das ja mittlerweile egal sein 😉 

Vor einem Jahr habe ich das alkoholfreie Budweiser getrunken und fand es gelungen. Im Sommer war einer meiner Brüder beruflich in Tschechien und brachte mir paar alkoholfreie Biere von dort mit. So große Unterschiede habe ich nicht entdeckt.

Dann fand ich eine Internetseite, dort konnte man tschechische Lebensmittel bestellen. Auch alkoholfreies Bier. Aber es erinnerte mich sehr an die Obstabteilung eines Supermarkts:

  • Bier mit Pflaume 
  • Bier mit Kirsche
  • dunkles Bier mit Zitrone
  • Bier mit Himbeere und Limette
  • Bier mit Pomelo und Grapefruit 

Das Bier mit Pflaume erinnert mich an ein Brot mit Aachener Pflümli von Zentis. Vor etwa 35 Jahren gab es von Natreen einen Kirschsaft. An den fühlte ich mich beim Kirschbier erinnert. Leider hat es nicht mal ansatzweise eine Ähnlichkeit mit einem belgischen Lambic. 

Die anderen Biere gehen in Richtung Radler, aber der jeweilige Geschmack der Frucht ist so dominant, dass man vom Bier nicht mehr viel findet. Sehr bedauerlich. Für mich sind es mehr Limonaden als Biere.

Es ist schade, dass die Brauereien ihr Bier in solchen Biermischgetränklen verstecken. Da kann man noch optimieren

Luzie und der Schrecken des tschechischen Biers
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